Das Kinojahr 2026 hat bereits viel geliefert. Der Sommer brachte mit “Spider-Man: Brand New Day” einen Kassenrekord, und der Film hat inzwischen mehr eingespielt als “Titanic”. Die letzten Monate des Jahres setzen noch einmal nach: mit großen Franchise-Starts, prominent besetztem Autorenkino und einem vollen Streaming-Kalender. Wer bei so vielen Terminen die Übersicht behalten will, findet im Watchguide Kinostarts, Streaming-Anbieter und die empfohlene Reihenfolge ganzer Filmreihen an einem Ort.
Hier sind die wichtigsten Trends für Oktober bis Dezember.
1. Das Kino setzt auf Großereignisse
Der Dezember steht im Zeichen eines Doppelstarts. “Avengers: Doomsday” und “Dune: Part Three” sollen laut Euronews am selben Tag, dem 18. Dezember, anlaufen. Die Anspielung auf “Barbenheimer” hat sich bereits im Spitznamen “Dunesday” niedergeschlagen. Für “Doomsday” wurden schon vier Monate vor dem Start Vorverkaufsrekorde gemeldet, mit über 35 Millionen Dollar. Die deutschen Termine können abweichen. Laut WatchGuide ist hierzulande der 16. Dezember für Marvels Film eingetragen.
Schon im November steht mit “Die Tribute von Panem: Sunrise on the Reaping” (19. November) ein weiteres Franchise-Ereignis an. Am 5. November kommt “Godzilla Minus Zero”, die Fortsetzung des oscarprämierten “Godzilla Minus One”. Er ist laut Euronews die erste japanische Produktion, die speziell für IMAX gedreht wurde.
2. Das Kinofenster vor dem Stream wird zum Marketinginstrument
Streamingdienste nutzen die Leinwand zunehmend als Auftakt. Greta Gerwigs “Die Chroniken von Narnia” läuft im November in IMAX-Kinos und erscheint im Dezember bei Netflix. Ähnlich ist es bei “The Further Mis-Adventures of Cliff Booth”: Der Film startet Ende November im Kino und landet am 23. Dezember bei Netflix. Auch Danny Boyles “Ink” und die Oasis-Dokumentation folgen diesem Muster aus kurzem Kinoauftritt und späterem Streaming-Start. Für Zuschauer heißt das: Wer das große Bild will, geht ins Kino, wer Geduld hat, sieht denselben Film wenig später zu Hause. tvmovieeuronews
3. Horror und Body-Horror bleiben stark
Passend zur dunklen Jahreszeit setzt das Kino auf Genrefilme. “Clayface” bringt Body-Horror ins DC-Universum, geschrieben von Mike Flanagan und inszeniert von James Watkins. “Resident Evil” soll unter Zach Cregger (“Barbarian”, “Weapons”) die Reihe neu starten. Dazu kommen die Monsterfilm-Produktion “Hope” und das schräge Märchen “Wicker” mit Olivia Colman und Alexander Skarsgård. Horror erreicht damit auch Zuschauer, die sonst eher zu Blockbustern greifen.
4. Autorenkino und Awards-Anwärter
Neben den Franchises sammelt sich die Preisverdächtigen. Tom Cruise spielt in Alejandro González Iñárritus Satire “Digger” einen Ölunternehmer. Aaron Sorkin legt mit “The Social Reckoning” ein Gegenstück zu “The Social Network” vor, mit Jeremy Strong als Mark Zuckerberg und Mikey Madison als Whistleblowerin Frances Haugen. Aus Cannes kommen “Minotaur” und “La Bola Negra”, die laut Euronews bereits Preise gewonnen haben. Martin McDonaghs “Wild Horse Nine” läuft hierzulande ab Mitte November. Auffällig ist der hohe Anteil von Literaturverfilmungen: “Verity” nach Colleen Hoover, “Klara and the Sun” nach Kazuo Ishiguro und “Narnia”.
5. Streaming: Fortsetzungen, True Crime, Live-Events und Weihnachtsprogramm
Bei den Serien setzen die Anbieter im Herbst auf bekannte Marken. Laut Serienjunkies bringt Netflix im November “Black Doves” Staffel 2 am 5. November und “Die Kaiserin” Staffel 3 am 12. November. Dazu kommen die Reality-Reihe “The Devil’s Plan” (10. November) und die Dokuserie “Der Fall Karen Read” (23. November). Die Dokuserie zeigt, dass True Crime weiter gefragt ist. Live-Sport gehört inzwischen ebenfalls zum Programm, etwa der “NFL Netflix Gameday” am 25. November. serienjunkies
Zur Weihnachtszeit liefert Netflix wie in jedem Jahr Feiertagsfilme, darunter eine Reihe neuer Titel ab dem 4. November. Bei Paramount+ startet laut WatchGuide am 30. Oktober die zweite Staffel von “Dexter: Wiedererwachen”. Die Harry-Potter-Serie steht dort für den 25. Dezember im Serienstart-Kalender. recharge
Fazit
Das vierte Quartal 2026 ist geprägt von zwei Gegenpolen: riesigen Kino-Events auf der einen Seite und einem breiten, serienlastigen Streaming-Angebot auf der anderen. Die Grenze dazwischen verschwimmt, weil immer mehr Filme zuerst im Kino laufen und danach auf Netflix oder Disney+. Prüfen Sie vor dem Kinobesuch oder Abo-Abschluss die Starttermine für Ihr Land, denn sie unterscheiden sich teils deutlich.
