Der Jakobsweg ist der bekannteste Pilgerpfad der Welt und immer mehr junge Leute haben Lust, diese mentale Reise ins „Ich“ zu unternehmen. Du wanderst nicht einfach nur, du pilgerst.
Du lernst nette Leute kennen, verabschiedest dich vom Social-Media-Wahn und kommst ganz bei dir selbst an. Mit einem guten Reiseveranstalter musst du dich um nichts kümmern und kannst einfach losgehen. Wir verraten dir, mit welchen fünf Tipps du dich perfekt vorbereitest.
1. Suche dir einen Reiseveranstalter für die Organisation
Der Jakobsweg klingt nach völliger Freiheit, aber ein bisschen Struktur erleichtert dir den Einstieg enorm. Mit einem verlässlichen Reiseveranstalter sparst du dir Chaos und Stress, denn jemand anderes kümmert sich um all die Dinge, die sonst im Kopf herumwirbeln würden. Unterkunftsuche, Etappenplanung, Gepäcktransport, Startpunkte, Pausenorte, all das liegt nicht mehr auf deinen Schultern.
Du bekommst eine klare Route, weißt, wo du abends ankommst, und musst dich unterwegs nicht fragen, ob du etwas Wichtiges vergessen hast. Wenn du zum ersten Mal pilgerst oder einfach keinen Nerv hast, alles selbst zu organisieren, ist das die angenehmste Lösung. Du kannst dich ganz auf das Gehen konzentrieren und auf das, was du unterwegs für dich entdeckst.
2. Wähle den passenden Jakobsweg
Der berühmte Camino Frances ist vielen ein Begriff, weil er durch Spanien führt und seit Jahrhunderten Pilger anzieht. Aber er ist längst nicht die einzige Option. Jede Variante hat ihr eigenes Tempo, ihren eigenen Rhythmus und ihren eigenen Charakter.
Der portugiesische Küstenweg gehört zu den schönsten Routen, wenn du Meerluft liebst. Du wanderst an langen Stränden vorbei, spürst den Wind und hast ständig den Atlantik im Blick. Der Camino Portugues über das Landesinnere fühlt sich ruhiger an. Er führt durch Dörfer, Weinregionen und kleine Städte, in denen du oft das Gefühl hast, einen Schritt in die Vergangenheit zu setzen.
Es gibt noch weitere Wege, zum Beispiel die Route ab Baiona, die als besonders ausgewogen gilt, oder die Verlängerungen bis Finisterre, dem angeblichen Ende der Welt. Nimm dir Zeit, um herauszufinden, welche Stimmung du suchst. Willst du Natur und Weite oder lieber Kultur und Begegnungen unterwegs. Je besser der Weg zu dir passt, desto leichter findest du deinen eigenen Rhythmus.
3. Laufe deine Schuhe vor der Wanderung ein
Egal wie hübsch die Schuhe aussehen und wie gut sie angepriesen werden, neue Wanderschuhe können dir am Anfang richtig den Tag ruinieren. Wenn du Blasen bekommst, scheuert oder drückt, wird jeder Kilometer zur Herausforderung.
Lauf sie vorher ein. Nicht einmal kurz um den Block, sondern richtig im Alltag. Geh einkaufen, nimm kleine Spaziergänge, probiere auch mal längere Strecken. So merkst du schnell, ob sie zu deinem Fuß passen. Deine Füße sind auf dem Jakobsweg dein wichtigstes Werkzeug. Wenn sie schmerzen, leidet der ganze Tag. Ein eingelaufener Schuh ist wie ein Freund, der dich trägt, ohne dass du darüber nachdenken musst.
4. Mache schon vorher Social-Media-Detox
Viele unterschätzen, wie sehr der Jakobsweg vom digitalen Alltag entkoppelt. Wenn du normalerweise ständig Nachrichten liest, Videos schaust oder Stories postest, fühlt sich das unterwegs plötzlich überflüssig an.
Bereite dich ein wenig darauf vor. Stell Benachrichtigungen ab. Nimm dir kleine Phasen, in denen du bewusst offline bist. Der Übergang fällt dir dann leichter. Auf dem Weg passiert viel in deinem Kopf und genau deshalb tut diese Distanz zu Social Media so gut. Du musst niemandem zeigen, was du erlebst. Du erlebst es einfach.
5. Rüste deinen Tagesrucksack mit allen wichtigen Dingen aus
Der große Koffer fährt mit dem Gepäcktransport, aber dein Tagesrucksack ist immer bei dir. Pack ihn mit Bedacht. Wasser, Snacks, eine leichte Regenjacke, Pflaster, Sonnencreme, vielleicht ein kleines Notizbuch. Es ist erstaunlich, wie schnell man merkt, was man unterwegs wirklich braucht und was nicht. Ein gut gepackter Rucksack fühlt sich an wie ein kleines Sicherheitsnetz. Du weißt, du bist vorbereitet, egal wie sich das Wetter oder die Stimmung entwickelt. Mehr erfahren: Freunde zum Wandern finden: Guide mit Tipps
